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Assistenz im Krankenhaus beschlossen

Wenn Menschen mit Behinderungen während eines stationären Krankenhausaufenthaltes auf Unterstützung durch vertraute Bezugspersonen angewiesen sind, werden dadurch entstehende Kosten in Zukunft übernommen. Der Bundesrat hat diesem Gesetzesvorschlag nun Ende letzter Woche am 17.09.21 zugestimmt.

Das Gesetz ist noch nicht im Bundesgesetzblatt verkündet, die Regelungen treten erst ein Jahr nach Verkündung in Kraft.

Weitere Informationen dazu auf der Seite unseres Dachverbandes und des Behindertenbeauftragten des Bundes:

https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/assistenz-im-krankenhaus-fuer-menschen-mit-behinderungen-bundesrat-stimmt-regelung-zu/

https://www.behindertenbeauftragter.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/AS/2021/PM18_AIK_Im_Bundesrat_beschlossen.html


AGB Rhein-Neckar e.V. beim Spinelli-Fest

Auf dem Gelände der Bundesgartenschau 2023 kehrt Leben ein. Im Rahmen des Spinelli-Fests am 12. September 2021 wurde eine Baustelle kurzerhand zum Festplatz. Auch wenn Barrierefreiheit unter diesen Umständen schwer herzustellen ist – Schotter und Wiese, Kabelbrücken sowie schwierige Beschilderung wurden desöfteren zum Hindernis – hatte die AGB hier einen Stand besetzt. Als Angebot zum gegenseititigen Kennenlernen sind viele Interessierte, aber auch Mitwirkende erstmalig auf unsere Arbeit aufmerksam geworden.

Bei strahlendem Spätsommerwetter kamen wir ins Gespräch mit ganz unterschiedlichen vorbeischlendernden (oder rollenden) Gästen. Einmal mehr durften wir feststellen, wie wichtig es ist, persönlich als Ansprechpartner und Experte in eigener Sache zur Verfügung zu stehen.

Zwei Personen in futuristischer Verkleidung stehen zu beiden Seiten eines Plakats mit der Forderung nach Barrierefreiem Nahverkehr.

Diese Besucher aus fernen Galaxien wissen es bereits: Barrierefreier Nahverkehr ist die Zukunft!


Bundestagswahl 2021: Wahlprogramme im Inklusions-Check

Am 26.09.2021 ist Bundestagswahl: Die Aktion Mensch hat sich aus dem Blickwinkel von Menschen mit Behinderung durch die Parteiprogramme gelesen und möchte Betroffenen wie Interessierten einen ersten Überblick erleichtern. Unter nachfolgendem Link finden Sie kurze Analysen und Hintergründe zur Wahl (auch in leichter Sprache):

https://www.aktion-mensch.de/inklusion/bundestagswahl


Neue Telefonnummer der Mobilitätszentrale der DB

Wer in Deutschland mit Behinderung Bahn fahren möchte, sollte lieber nicht zu spontaner Laune sein: Schlechte Infrastruktur, kein Personal oder falsche Fahrzeuge können solchen Unternehmungen auch 2021 noch ein jähes Ende setzen. Abhilfe schafft hier eine Anmeldung (bis spätestens 20 Uhr des Vortages) bei der Mobilitätszentrale der DB (MSZ). Diese ist online und seit April 2021 auch unter folgender neuen Telefonnummer erreichbar.

030 65212888

Gerade Menschen im Rollstuhl haben immer mal wieder Kontakt mit der MSZ, z.B. damit ein Zug mit nicht ebenerdigem Einstieg überhaupt betreten werden kann. Ob eine neue Nummer allein lange Wartezeiten in der Telefon-Warteschleife, nicht verfügbare Rollstuhlplätze oder plötzliche Planänderungen wegen unterschrittener Mindestumsteigezeit verhindert, darf allerdings dennoch bezweifelt werden. Aber immerhin: Die neue Nummer ist zum Festnetztarif erreichbar – nicht wie früher zu 14 ct/min oder seit 2013 zu 20 ct/Anruf.

Wer mit Festnetz-Flatrate telefoniert, wird sich also in Zukunft zumindest nicht mehr über hohe Telefonkosten wundern müssen.

(Geschäftsstelle)


Schriftliche Stellungnahme zu den Mireo-Fahrzeugen, Teil 2

Auf unser Schreiben vom 12.11.2020 ans Verkehrsministerium (siehe unten) hatten wir Ende des letzten Jahres Antwort erhalten. Interessierte können das Schreiben gerne über die Geschäftstelle einsehen.

Auf unsere Kritikpunkte wurde hier leider stets mit einem Verweis auf eingehaltene Normen geantwortet. Warum statt der jetzigen unpraktikablen Umsetzung des Fahrzeugs mit Barrieren stattdessen nicht eine barriereärmere “zum Zuge” kam, war in diesem Antwortschreiben leider nicht ersichtlich. Auch zu späte Beteiligung von Betroffenen wurde vom Verkehrsministerium nicht gesehen.

Ebendiesen Vorwurf zur nicht ausreichenden Beteiligung und in der Folge zu Mängeln bei der
barrierefreien Nutzbarkeit bei den neuen Mireo-Triebzügen mussten wir an dieser Stelle
dennoch erneut bekräftigen.

Den vollständigen Brieftext können Sie unter den folgenden Links in zwei Formaten nachlesen: