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Barrierefreiheit in Kultureinrichtungen?

Um dieses Thema hat sich das Mannheimer Kulturparkett Gedanken und auch Arbeit gemacht – mit fachlicher Unterstützung durch die AG Barrierefreiheit und unter Mitwirkung der städtischen Behindertenbeauftragten Ursula Frenz. Im Rahmen eines Projekts und mit Unterstützung des Landes werden die Mannheimer Kultureinrichtungen hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit befragt. Das Ergebnis wird dann eine Broschüre sein, in der zu jeder Einrichtung die gesammelten Informationen übersichtlich dargestellt werden.  

Inzwischen liegen Auskünfte von etwa 40 Einrichtungen vor, das ist zahlenmäßig etwa die Hälfte.

Dieses Projekt trägt zur weiteren Sensibilisierung für die Belange von Menschen mit Behinderung im kulturellen Bereich bei, denn Barrierefreiheit wird künftig von immer mehr gesellschaftlichen Akteuren ernst genommen. Danke an die Projektleiterin Frau Geisthardt und an die Layouterin Juliane Gutschmidt sowie ihren Assistenten Martin Köhl. Wir wissen dieses Engagement zu schätzen!

Das Kulturparkett ist ein gemeinnütziger Verein, der sich das Motto “Kultur darf kein Luxus sein” gegeben hat.

Neues aus dem Kulturparkett


Veranstaltung zur Barrierefreiheit der neuen Triebzüge für die S-Bahn Rhein-Neckar – Zwischenstand

13.11.2019 -Wie angekündigt hat die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit bei der DB Regio Mitte wegen einer solchen Veranstaltung angefragt und dabei auch weitere beteiligte Stellen in Kopie angeschrieben.

Bis zur Sitzung des Plenums am 11. November 2019 wurde uns bisher nur eine Person als Ansprechstelle benannt, die mit uns Kontakt aufnehmen soll. Da dies bis zum Plenum noch nicht geschehen ist, werden wir es von unserer Seite erneut versuchen.

Wir gehen nunmehr davon aus, dass zeitnah ein Kontakt der DB Regio mit der AG Barrierefreiheit gesucht wird.

Anmerkung: Es geht uns hier nicht um die Triebzüge des Typs KISS vom Hersteller Stadler. Diese hatte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. in einer Mitteilung an die Presse als nicht barrierefrei beanstandet. Hierzu ist auf Kobinet folgender Artikel erschienen:

DB Regio kauft Züge mit Barrieren


Mehr Barrierefreiheit durch die EU? Bericht von unserer Veranstaltung

Wie angekündigt, fand am 6. November ein Vortrag von Horst Frehe in der Abendakademie statt. Die Veranstaltung war gut besucht und es gab lebhafte Nachfragen der Zuhörer*innen.

Thema war die neue EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit. , die vor kurzem verabschiedet wurde. Die Bundesregierung hat drei Jahre Zeit, die Richtlinie in nationales Recht zu übertragen, und muss die meisten Vorgaben nach drei weiteren Jahren dann umsetzen.

Zu erwarten sind deutliche Verbesserungen im Verkehrsbereich bei Dienstleistungen und anderen Produkten. Auch ist die Barrierefreiheit erstmals Teil der Zulassung von Gebrauchsgegenständen (CE-Kennzeichnung).

Horst Frehe sieht die Richtlinie als großen Fortschritt. Allerdings sind damit nicht alle Probleme gelöst.  So sei die amerikanische Antidiskriminierungsgesetzgebung weit fortschrittlicher als die europäische. Es ist also noch Spielraum für weitere Verbesserungen.

Das Manuskript des Vortrags ist im Anhang verlinkt. Hier werden die Verbesserungen im Detail erklärt.

Vortrag Horst Frehe
Auszug aus dem Vortrag auf bermuda.funk – Freies Radio Rhein Neckar


Mehr Barrierefreiheit durch die EU?

Zu unserer Veranstaltung am 6. November 2019 laden wir herzlich ein. Die Veranstaltung ist für jedermann offen und kostenfrei.

 

Thema: Die Europäische Barrierefreiheits-Richtlinie vor der Umsetzung

Mannheimer Abendakademie, U 1, 16-19, 68161 Mannheim (Vortragssaal)

Beginn: 18:00 Uhr

Einlass: Ab 17:30 Uhr

Referent: Horst Frehe

Richter am Sozialgericht a.D. und Sprecher des Deutschen Behindertenrates

Zum Inhalt:

Die Barrierefreiheits-Richtlinie der EU verplichtet Deutschland, dass auch die privaten Unternehmen ihre Waren und Dienstleistungen so anbieten, dass sie von behinderten Menschen genutzt werden können. Bisher war die Barrierefreiheitsverpflichtung auf den öffentlichen Bereich beschränkt. Nur über Zielvereinbarungen konnten Behinderten-Verbände Regelungen für mehr Barrierefreiheit aushandeln. Jetzt sollen die Unternehmen verpflichtet werden, selbst für Barrierefreiheit ihres Waren- und Dienstleistungsangebotes zu sorgen. Welche Verpflichtungen sich aus der Richtlinie ergeben und was sie bewirken können, das soll in dem Vortrag untersucht werden.

 

Behindertentoilette und Induktionsschleife für Höreingeschränkte sowie Gebärdesprach- und Schriftdolmetscherinnen sind vorhanden.


Woche des Sehens in der Uniklinik Heidelberg

im Rahmen der bundesweiten “Woche des Sehens” bietet der Badische Blinden- und Sehbehindertenverein gemeinsam mit der Universitäts-Augenklinik Heidelberg eine regionale Veranstaltung für blinde und sehbehinderte Menschen sowie deren Angehörige und Freunde am

15. Oktober 2019 in der Zeit von 12:30 Uhr bis 18 Uhr

 

Näheres und Anmeldebogen in der Anlage

Scan_Woche_des Sehens