
Der ADAC hat sich in verschiedenen Städten den Stand der Barrierefreiheit angesehen. Mit einer Ausnahme bekommt Mannheim eine überdurchschnittliche Bewertung. Wir begrüßen es, dass das Thema Barrierefreiheit auch beim größten Automobilclub Deutschlands angekommen ist.
Dazu in eigener Sache, die uns unter den Nägeln brennt. Busse können mit Kneeling auf eine Höhe von 27 cm abgesenkt werden. Die Stadt will die Bordsteine aber auf 18 Zentimeter verlegen. Das ist eine Differenz von 9 Zentimetern, die nicht zu schaffen ist Bescheiden, wie wir sind, waren wir mit 22 Zentimeter zufrieden. Wir haben uns mit einer Anfrage im Rahmen einer Schlichtung an das Landeszentrum Barrierefreiheit gewandt und haben recht bekommen.
„…Die Ausführung der Bushaltestellen mit 18 cm hohen Busborden hat sich als Standard, besonders in Baden-Württemberg, etabliert. Im Planfeststellungsbeschluss ist jedoch ausreichend erläutert, dass dies nicht einer
barrierefreien Ausführung entspricht. Bei einer Kneelinghöhe von Ø 27 cm beträgt die Schwelle 11 cm.
Selbst mit Nutzung einer Klapprampe ist eine Steigung von 11% zu überwinden. Zwar lässt DIN 18040-3, 4.3,
als Anmerkung eine Steigung von max. 12% über kurze Strecken zu. Jedoch ist dies nur im Ausnahmefall
zulässig.
Aufgrund der Form der Haltestelle als Fahrbahnhaltestelle muss ein anfahrender Bus die Borde nicht
überstreichen. Die Gefahr der Beschädigung der Karosserie oder auch der Borde ist somit reduziert. Aus
Sicht des LZ-BARR ist eine Anhebung des Busbords auf min. 22 cm somit ausführbar….“
Bitte unterstützt uns beim Kampf um akzeptable Einstiegsbedingungen.
Hier der Artikel des ADAC: