Wir freuen uns, dass der Mannheimer Luisenpark wieder seine Pforten für die Besucher*innen nach der BUGA geöffnet hat. Viele unserer Aktiven sind gerne Gast in der Parkanlage und schätzen deren Erholungs- und Freizeitwert. Durch telefonische Anrufe sind wir auf eine für viele Bürger*innen neue Situation hingewiesen worden. Die beiden Seiteneingänge in der Fichtestraße und im Unteren Luisenpark stehen den Parkbesucher*innen leider nun nicht mehr zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Mannheim fordert die Stadtpark GmbH auf, die geschlossenen Seiteneingänge Fichtestraße und Unterer Luisenpark wieder zu öffnen. Durch die Schließung entstehen für viele Besucher*innen neue, nicht eingeplante Umwege, um den Park zu besuchen. Gerade für ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen bedeutet dies eine große Belastung. „Teilhabe für alle“ wird somit ganz oft ausgeschlossen.

Auf die Möglichkeit, dass Menschen unberechtigt diesen Eingang benutzen könnten, hat die AGB schon vor der Einführung der automatischen Drehtüren hingewiesen. Die Aussage von Herrn Költzsch von der Stadtpark GmbH zu dieser Zeit war, dass man diese Verluste hinnehmen könnte. Es kann nicht sein, dass dies im Nachhinein zum Nachteil für Menschen mit Behinderung führt. Wir akzeptieren Benachteiligung von Menschen im Nachhinein nicht.

Auch die Tatsache, dass Menschen mit Einschränkungen Klingeln sollen, wo andere Besucher einfach durchgehen können ist eine Benachteiligung (BGG §4). Auch für Familien mit Kindern werden die Wege zu Spielplätzen deutlich länger. Wir möchten die Betreiber des Stadtparks auffordern, die Entscheidung zur Schließung der beiden Eingänge zu überdenken und bitten um eine Stellungnahmen Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen

Sprecher*innenkreis der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar e.V..

Mannheim 29. November 2023

Blindenleitstreifen

Es ist so weit: die neu gestaltete Ausstellung „Versunkene Geschichte. Archäologie an Rhein und Neckar“ wurde umgestaltet, wobei inklusive Elemente den Besuch für eingeschränkte Personen erleichtern.

Die Exponate sollen auf neue Weise erlebbar werden. Ein ambitioniertes Vorhaben, das wir von der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit und dem Badischen Blinden- und Sehbehindertenverein begleiten durften. Die neu gestaltete Vorgeschichtliche Werkzeuge kann am Sonntag, dem 3. Dezember ab 13:30 von der Öffentlichkeit besucht werden. Die Neueröffnung beginnt mit einem Festakt im Anna-Reiß Saal. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

Genaueres auf der Webseite des rem

Die Verantwortlichen haben sich erkennbar viel Mühe gegeben, unsere Wünsche umzusetzen. Ein Besuch dieser wirklich interessanten Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall.

Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Gestaltung als Vorbild für andere Museen dienen kann. Die Bilder vermitteln einige Eindrücke:

Auch frühe Bauwerke sind jetzt tastbar zu erkunden
Unterkiefer von alten Tieren können betastet werden.
Tierfelle können haptisch wahrgenommen werden.
Ein tastbarer Legionär
Vorgeschichtliche Werkzeuge
Alltagsgegenstände aus der Römerzeit
Tastbare Römerrätsel

Copyright der Bilder: Reiß Engelhorn Museum

Pressekonferenz der Kampagne „Umsichtig unterwegs in Mannheim“ im Rathaus E5.

Heute ist unsere gemeinsame Kampagne „Umsichtig unterwegs in Mannheim – aufpassen und anpassen“ gestartet. Auftakt war eine Pressekonferenz im Rathaus E5 mit Vertretern des Badischen Blinden- und Sehbehindertenvereins V.m.K., der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar e.V. und des Gehörlosenvereins Mannheim e.V.. Unsere Kampagne will charmant und humorvoll bis Ende 2024 sensibilisieren und wichtige Aufklärungsarbeit für mehr gegenseitiges Verständnis, Achtsamkeit und Rücksichtnahme im öffentlichen Raum leisten.

Alle Menschen wollen sich sicher im öffentlichen Raum bewegen. Dies geht nur miteinander, braucht mehr Rücksichtnahme und Informationen. Zum Beispiel: Was ist ein Blindenleitsystem? Was sind Behindertenparkplätze? Wie verhält man sich in einer Fahrradstraße oder auf dem Fahrradweg? Wie kommt man mit einem Kinderwagen gefahrlos von A nach B?

Der öffentliche Raum wird in Mannheim von vielen unterschiedlichen Menschen genutzt. Dazu gehören junge und alte, schnelle und langsame Menschen, Menschen mit einer dauerhaften oder kurzfristigen Behinderung, Familien mit Kinderwagen. Ebenso unterschiedlich wie die Menschen sind die Mobilitätsformen und ihre individuellen Geschwindigkeiten – sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad, Rollstuhl, E-Scooter oder mit dem Auto. Für die Umsetzung der Kampagne hat die Stadt Mannheim freundlicherweise umfangreiche Mittel aus dem Beteiligungshaushalt zur Verfügung gestellt.

Alle weiteren Informationen findet ihr auf der eigens eingerichteten Homepage:

https://umsichtig-unterwegs.de/

Wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Kampagne unterstützt und auch darauf hinweisen könnt.

Weitere Unterstützer sind die AOK Baden-Württemberg und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH.

Mein Name ist André Neu und ich bin seit November 2023 als neuer Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar e.V. in Teilzeit beschäftigt. Durch Ausbildungen und Tätigkeiten in verschiedenen beruflichen Sektoren, wie der Bauindustrie und dem Medienbereich verfüge ich über umfangreiche berufliche Erfahrungen. Ein Arbeitsschwerpunkt meiner Tätigkeit in den letzten Jahren war und ist die inklusive und barrierefreie Medienarbeit. Verbunden mit einem kritischen Blick auf Behinderungen im Alltag.

Durch die eigene Betroffenheit mit einer Tumorerkrankung kenne ich die Welt der Schwerbehinderung selbst. Dadurch habe ich mich weiter für die Thematik sensibilisiert. Meine Motivation ist, sich für eine inklusive Stadtgesellschaft zu engagieren. Mit meiner Arbeit für die Arbeitsgemeinschaft sehe ich eine gute Möglichkeit, für eine Gesellschaft, ohne Diskriminierung aktiv zu sein. Ziel ist es, Teilhabemöglichkeiten für alle Menschen zu schaffen, ohne Ausgrenzung in allen Lebensbereichen.

Zu meinem Aufgabenschwerpunkt gehört, dass ich gemeinsam mit meinen Kolleg:innen vom Sprecherkreis und Vorstand die offiziellen Stellungnahmen zu öffentlichen Bauvorhaben entwickle. Weiterhin koordiniere Termine und Besprechungen, vertrete die AGB bei Veranstaltungen und bin Ansprechpartner in unserem Büro in der Neckarstadt-West (Haus für Vielfalt und Engagement, Alphornstr. 2a., 68169 Mannheim).

Unsere Bürozeiten sind aktuell (Mo, Di, Mi, jeweils von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Do von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr). Außerdem bieten wir Sprechstunden am Montag von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr oder am Donnerstag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Besuch ist herzlich willkommen! Bitte setzen Sie sich vorab mit uns in Verbindung. Vielen Dank!

Auf Anfrage von RON-TV haben wir einer Sendung über unsere Tätigkeit und die noch vorhandenen Schwachstellen in Mannheim zugestimmt. Die Sendung kann hier verfolgt werden. Wir möchten uns für die sehr erfreuliche Zusammenarbeit mit dem Sender herzlich bedanken.

Beitrag von RON-TV auf Youtube

Ein begrüßenswerter Fortschritt ist mit dem Notfallregister erzielt worden. Wir begrüßen diese Einrichtung ausdrücklich.

In dem Notfallregister können sich sowohl Instiutionen als auch Einzelpersonen eintragen, es richtet sich an Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in Notfall- oder Katastrophensituationen, bei zB Stromausfall oder Trinkwasserausfall. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst kennen die spezielle Notlage nicht. An dieser Stelle stellt der eingetragene Verein Notfallregister e.V. den Einsatzkräften hilfreiche Zusatzinformationen zur Verfügung, um bedarfsgerechte Unterstützung zu geben. Der kommende Winter mit den damit verbundenen Risiken eines Versorgungsausfalls mit Strom und Wärme, kann auf Grund von Folgeerscheinungen wie Gebäudebränden, Notevakuierungen bzw. der Notwendigkeit einer externen Stromversorgung für Beatmungsgeräte professionelle und schnelle Hilfe notwendig machen. Durch die Registrierung, werden die Behörden und Hilfsorganisationen in die Lage versetzt, bei der Notfallplanung die besonderen Bedarfe zu berücksichtigen und im Ereignisfall je nach verfügbaren Kräften und Mittel je nach Dringlichkeit individuelle Maßnahmen einzuleiten. Die Registrierung ist kostenlos.

https://www.notfallregister.eu/

Elke Campioni

Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit ist am 31. August auf der Bundesgartenschau Mannheim. Elke Campioni ist ab 14:00 Uhr im Erzählcafé auf der Freilichtbühne auf dem Spinelli-Gelände

Das Erzählcafé bietet Mitgliedern von Selbsthilfegruppen und Initiativen die Möglichkeit, über ihre Erkrankungen und/oder andere Probleme in ihrer Lebenssituation zu sprechen. Sie können teilweise überraschende Lösungen dafür anbieten. Die Aktiven stellen ihre Selbsthilfearbeit vor und wollen allen deutlich machen, dass jede:r Einzelne auch in schwierigen Zeiten und Situa­tionen handeln kann. Das Erzählcafé soll Lust machen auf Selbsthilfe. Gleich­zeitig wollen wir Zuversicht für die nächsten Jahre vermitteln – ganz nach unserem Motto „Mutig in die Zukunft“.

Blick auf den Vortragenden und die Gebärdensprachdolmetscherinnen

Am 26. April 2023 durfte die AGB Oliver Appel vom Landeszentrum Barrierefreiheit im Saal der Abendakademie begrüßen. Mit seinem Vortrag über die sogenannte „Barrierefreie Mobilitätskette“ konnten grundlegende Aspekte von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum verdeutlicht und auf Beratungsmöglichkeiten seitens des Landeszentrums hingewiesen werden. Wir freuen uns über die gelungene Veranstaltung.

Seitens des Landes wurde hier fachlich und persönlich eine niederschwellige Anlaufstelle für alle Menschen, rund um die Belange von Menschen mit Behinderungen eingerichtet. Neben umfangreichen Beratungsangebot ist auch die Schlichtungstelle besonders hervorzuheben, welche auf Anforderung in Streitfällen zu vermitteln versucht.

Präsentation zum Vortrag

Hier die Kontaktdaten des Landeszentrums:

Landeszentrum Barrierefreiheit
Else – Josenhans – Str. 6
70173 Stuttgart
Telefon 0711 123 – 3636
post@barrierefreiheit.bwl.de
www.barrierefreiheit-bw.de

Anlässlich der Demo und Kundgebung des Deutschen Gewerkschafts- bundes zum Tag der Arbeit, dem 1. Mai, war die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit wie im Vorjahr wieder an zentraler Stelle mit einem Infostand auf dem Mannheimer Marktplatz vertreten.

Bester Laune machten am gestrigen Feiertag Vertreterinnen und Vertreter der AGB aus Mannheim und Heidelberg auf die so wichtigen Belange und Rechte von Menschen mit Behinderung aufmerksam, sensibilisierten zum Thema Inklusion und führten viele gute Gespräche, die allerdings unter dem hohen Geräuschpegel etwas eingeschränkt waren.

Oft wurden wir nach der Barrierefreiheit auf der Bundesgartenschau 2023 gefragt. Hier liegen uns nur teilweise Informationen vor, die allerdings bislang ziemlich durchwachsen sind. Wir werden uns für eine nachträgliche Verbesserung einsetzen.

Positiv nahmen wir zur Kenntnis, dass die Hauptrednerin die immer schlechter werdende Situation in der Pflege angesprochen hat. Hier muss dringend etwas geschehen.

Esma Köse ist eine der Veranstalterinnen

Das Bibez wird am 15. Mai um 19 Uhr eine Lesung in der Abendakademie veranstalten. Das Bibez ist unser Kooperationspartner, mit dem die AG Barrierefrei sehr erfolgreich zusammenarbeitet. Bibez heißt ausgeschrieben:

Ganzheitliches Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter/ chronisch erkrankter Frauen und Mädchen e.V.

Um was geht es? Das Bibez selbst schreibt:

Die Bühne politisch nutzen.

Genau darum geht es dem BiBeZ e.V., einem in dieser Form einmaligen und unabhängigen Verein, der sich für die Belange von Frauen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen einsetzt.

Im Rahmen einer Konzertlesung werden „ganz normale“ Frauen mit Behinderung die Bühne nutzen, um in eigenwilliger und künstlerischer Form von ihren Erfahrungen und Gedanken zu berichten. Die Protagonistinnen sprechen als genau das, was sie sind, nämlich Frauen mit Erkrankungen und Behinderungen, die ihren Weg durch dieses Leben gehen und immer wieder an Mauern stoßen, die entweder nicht gesehen werden wollen oder tatsächlich unsichtbar sind.

Während der Konzertlesung werden Gebärdendolmetscher:innen anwesend sein und für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen besteht die Möglichkeit, die Induktionsanlage zu nutzen.
Aufgrund der begrenzten Anzahl der Plätze im Saal melden Sie sich bitte telefonisch unter 0621/ 10 76 150 oder online (siehe Warenkorb unten) an.

Hier der Link zur Einladung.

Die Homepage des Bibez