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Lokale Umfrage zum Thema „Ein Gesundheitssystem für Alle“

Arzt und Krankenschwester24.11.2011 – In 2010 wurde die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ratifiziert. Jetzt geht es um die Umsetzung der Teilhabeziele. Dazu gehört auch das lokale Gesundheitssystem. Wir richten unser Augenmerk darauf, weil behinderte und ältere Menschen besonders darauf angewiesen sind. Jede/r sollte dort die Hilfe bekommen, die benötigt wird.

Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit startet eine kurze Umfrage, um sich in Mannheim einen Überblick zu verschaffen. Betroffene sollen zu Wort kommen. Die Befragung ist anonym; es werden keine Namen, Adressen etc. gespeichert. Die Beantwortung des Fragebogens nimmt rund 10 Minuten in Anspruch. Der Fragebogen lässt sich hier herunterladen. Auf dem Deckblatt finden Sie weitere wichtige Informationen. Letzter Mitmachtermin ist der 16. Dezember 2011.

Danke für Ihr Interesse. Über die Ergebnisse werden wir berichten!


Barrierefreier Rampenabgang an der Friedrich-Ebert-Brücke

Elke Campioni, Dr. Gerd Hüttmann, Klaus Dollmann und Lothar Quast nahmen gestern Vormittag die neue Rad-Rampe offiziell in Betrieb.Ein weiterer Erfolg der AG Barrierefreiheit

Am 21. Oktober 2011 wurde offiziell die neue rollstuhlgerechte Rampe an der Friedrich-Ebert-Brücke Stadtseite zum Neckaruferweg eingeweiht.

Nun ist es Mobilitätseingeschränkten, insbesondere RollstuhlfahrerInnen, ohne fremde Hilfe möglich, direkt von der Ebert-Brücke auf den Neckaruferweg und umgekehrt zu gelangen.Ebenso ist die barrierefreie Haltestelle Collini-Center vom Neckaruferweg aus erreichbar.

Stadtrat Konrad Schlichter, Bürgermeister Lothar Quast und Elke Campioni.Damit hat sich das stete Engagement der AG Barrierefreiheit erneut bezahlt gemacht. Denn in einer Informationsvorlage der Verwaltung aus dem Jahr 2008 wurde die jetzige Lösung aus finanziellen Gründen zunächst abgelehnt. Dagegen hat die AG Barrierefreiheit begründete Kritik angemeldet und auf einer Rampe auf der Seite des Theresienkrankenhauses bestanden. Auch das Umweltforum sprach sich für diese Forderung aus, weil es damit auch auch RadfahrerInnen möglich ist, problemlos auf den Neckardamm zu gelangen.

Bürgermeister Lothar Quast betonte in seiner Eröffnungsrede, wie wichtig aus Sicht der Stadt diese barrierefreie Verbindung besonders für Menschen mit Behinderungen ist.

Mit der barrierefreien Wegebeziehung ist ein weiterer Schritt getan, um dem Ziel „Barrierefreie Mobilität für ALLE“ in der Stadt Mannheim näher zu kommen.


Mannheim: Strandbadbus fährt wieder öfter

24.04.2011 – Aufgrund der guten Witterung erhöht die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) ab Karfreitag, 22. April, das Fahrtenangebot des sogenannten Strandbadbusses.

Die Busse der Linie 49 fahren dann an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab der Haltestelle Rheingoldhalle im 20-Minuten-Takt im Zeitraum von 10 bis 20.30 Uhr. In der Gegenrichtung starten die Busse an der Haltestelle Strandbad in der Zeit von 10.03 bis 20.33 Uhr ebenfalls im 20-Minuten-Takt.

Der Bus kann nach Aussage der RNV 1 Rollstuhl befördern.

Die Fahrtzeiten des Strandbadbusses sind auf die Ankünfte und Abfahrten der Stadtbahnlinie 3 abgestimmt.

Bei anhaltend schlechter Witterung kann das Fahrtenangebot der Linie 49 wieder reduziert werden, Fahrgäste werden hierüber natürlich vorab informiert.

Bisher fuhr der Strandbadbus an Wochenenden und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr im 60-Minuten-Takt.


Barrierefreier Haltestellenumbau in den Planken

14.04.2011 – Die AG Barrierefreiheit zeigt sich überrascht über den Einwand des Einzelhandelsverbandes zur Haltestelle Strohmarkt, die im Bericht des Mannheimer Morgen vom 22. März 2011 geäußert wird. Wir hatten bereits im Sommer letzten Jahres in einem auf Wunsch des Einzelhandelsverbandes zustande gekommenen Gespräches freundlich aber entschieden für den barrierefreien Umbau der Haltestelle Strohmarkt im Interesse von mobilitätsbehinderten Menschen plädiert. Von den nunmehr seitens des Einzelhandelsverbandes vehement vorgebrachten Statements („Die Haltestelle muss weg“ etc.) konnten wir in dem Gespräch nichts vernehmen. Wir hatten sogar darauf hingewiesen und den Wunsch ausgedrückt, dass alle Beteiligten zu einer einvernehmlichen Lösung in Anbetracht der gegebenen räumlich-technischen Voraussetzungen an der Haltestelle Strohmarkt gelangen können. Eine barrierefreie Haltestelle Strohmarkt stand und steht für uns nicht zur Disposition.

Wir begründen dies damals wie heute damit, dass es im Bereich Planken viele Versorgungseinrichtungen, Arztpraxen und Einkaufsmöglichkeiten gibt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut und barrierefrei erreichbar sein müssen. Die Nichtrealisierung einer (barrierefreien) Haltestelle Strohmarkt würde für Menschen mit Behinderungen noch weitere Wege bedeuten. Gerade Mobilitätseingeschränkte, zu denen nicht nur Rollstuhlfahrer, blinde und sehbehinderte Menschen, sondern auch Gehbehinderte, Nutzer von Rollatoren oder Personen mit Kinderwagen gehören, sind auf eine gut funktionierende öffentliche Nahverkehrsinfrastruktur angewiesen. Schließlich gehört auch der letztgenannte Personenkreis zum Einkaufspublikum und fördert den Umsatz des Einzelhandels.

Wir vertreten aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit mit Blick auf die Anforderungen für barrierefreie Haltestellen folgende Standpunkte:

  • Über die gesamte Länge der Bahn (40 m) hinweg muss ein niveauloser Einstieg möglich sein.
  • Wir favorisieren Einfachhaltestellen.
  • Wenn Doppelhaltestellen eingerichtet werden, muss die Erhöhung über beide Bahnen verlaufen (negatives Gegenbeispiel: Hauptbahnhof).
  • Wir stehen keiner technischen Umsetzung entgegen, die z. B. die Einmodellierung der Haltestelle ins Gelände vorsieht (Absenkung der Gleisachse und gleichzeitige Anhebung der Fußgängerfläche über eine Rampenlösung – damit entfiele eine Kante auf der Rückseite der Haltestelle). Auch damit wäre ein ebenerdiger Ein- und Ausstieg möglich.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch daran erinnern, dass neben den Planken- Haltestellen Wasserturm, Strohmarkt und Paradeplatz auch an die barrierefreie Umgestaltung der Haltestelle Rathaus gedacht war. Letzteres steht mit ganz oben auf der Wunschliste der AG Barrierefreiheit und wird sicherlich bei der (verschobenen) Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der Stadt mit auf der Tagesordnung stehen. Wir erinnern uns noch gut an die Diskussion um die Haltestelle Marktplatz. Auch damals wurde im Vorfeld von interessierter Seite versucht, eine barrierefreie Haltestelle zu verhindern. Nachdem auch die Bundesrepublik die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet hat, sind wir aber sehr zuversichtlich, dass diese Zeiten der Vergangenheit angehören.

Lesen Sie hierzu auch:

Mannheimer Morgen 22. März 2011 „Streit um die dritte Haltestelle“ (Komplett nur für Abonnenten und Lesern des Mannheimer Morgen)

Mannheimer Morgen 13. April 2011 „Gelungener (Ent-)Wurf“


Kultur (-Hauptstadt) ohne Barrieren?

08.04.2011 – Flyer zu (Kultur-) Hauptstadt ohne Barriereren Wir laden herzlich ein zu der Informations- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Europäischen Protesttages von Menschen mit Behinderungen:

Kultur (-Hauptstadt) ohne Barrieren?
Barrierefreie Großveranstaltungen am Beispiel Kulturhauptstadt und Kirchentag
Referent: Michael Hofmann, Gesundheitswissenschaftler Dortmund.
Termin: Donnerstag 5. Mai 2011
Beginn 17:00 Uhr Einlass 16:00 Uhr
Ort: Collinicenter 10.OG

Zum Thema:

Die Stadt Mannheim will sich gemeinsam mit der Metropolregion Rhein-Neckar um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2020“ bewerben. Wir fragen nach,welche nachhaltigen Fortschritte diese Bewerbung auch für Menschen mit Behinderungen bringen kann

  • im Bereich der Teilhabe am kulturellen Leben
  • bei der Überwindung bestehender räumlicher Hindernisse
  • für das Ziel eines „Barrierefreien Mannheim für alle“
  • bei der Beseitigung bestehender „Barrieren in den Köpfen“.

Zum Referenten:

Herr Hofmann hat bei der Vorbereitung und Umsetzung der Kulturhauptstadt 2010 in Essen zum Thema Barrierefreiheit maßgeblich mitgearbeitet. Er wird in einem ca. halbstündigen Referat seine Erfahrungen vortragen und steht anschließend zur Diskussion zur Verfügung.

Die Veranstaltungsräumlichkeit ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer stufenlos zugänglich und verfügt über eine barrierefreie Behindertentoilette.

Die Gebärdensprachdolmetscherin Frau Ulla Bernhard steht zur Verfügung.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie den Veranstaltungsort mit der Straßenbahnlinie 5 (Haltestelle Collinicenter).

Veranstalter: AG Barrierefreiheit Rhein-Neckar e.V. in Zusammenarbeit mit der Gesamtschwerbehindertenvertretung der Stadt Mannheim und dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Stadt Mannheim Klaus Dollmann.

Eintritt frei

Schöner Rundblick über Mannheim.

Getränke und ein kleiner Imbiss werden angeboten.
Zum Flyer der Veranstaltung