Home >
Artikel von: AgbaRedaktion
Petition gegen Rückschritt

Noch ist das Gesetz nicht spruchreif, aber was im Vorfeld zu hören war, lässt aufhorchen. Es sollte unbedingt verhindert werden, dass hier durch die Hintertür deutliche Verschlechterungen eintreten. Deshalb ist es wichtg, im Vorfeld schon die Öffentlichkeit wach zu rütteln. Dazu dient der folgende Link, auf dem erklärt wird, was kommen könnte. Dort auch Gelegenheit zum Unterschreiben der Petition.
Zur Petition
EUTB stellt sich vor
Gibt es Fälle, in denen die AGB an ihre Grenzen kommt? Ja, das Thema Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist so umfangreich, dass wir es nicht komplett abdecken können. EUTB ist eine staatlich geförderte Einrichtung, die als beratende Stelle fungiert. Die AGB arbeitet mit der EUTB seit Jahren erfolgreich zusammen. Auf dem Plenum am vergangenen Dienstag wurde die Organisation von Frau Kettner nochmals vorgestellt.
In Kürze: wer immer eine Frage zum Thema Barrierefreiheit oder Beginderung hat, kann sich an die „Lotsen“ von EUTB wenden. Das Angebot ist kostenlos.
Kontaktdaten und Tätigkeit sind dieser Präsentation zu entnehmen:
https://barrierefrei-mannheim.de/wp-content/uploads/2026/03/EUTB-Vorstellung.pdf
Barrierefrei planen, bauen, wohnen – warum Mannheim jetzt strukturell handeln muss

Planskizze einer barrierefreien Küche
Das Forum Inklusion und Barrierefreiheit mit dem Schwerpunkt „Barrierefrei planen, bauen, wohnen“ hat noch einmal deutlich gemacht, was wir schon länger wußten: Das größte Defizit der Barrierefreiheit in Mannheim liegt nicht im Neubau, sondern im Bestand. Gleichzeitig stehen wir vor einer demografischen Entwicklung, die Barrierefreiheit von einer freiwilligen Zusatzleistung zu einer zentralen Voraussetzung städtischer Zukunftsfähigkeit macht. Die Diskussionen haben gezeigt, dass es weniger an Wissen oder gutem Willen mangelt – sondern an verbindlicher Struktur, klaren Zielbildern und strategischer Priorisierung.
Einordnung: Wo stehen wir – und warum reicht das nicht aus?
In Mannheim – wie in vielen Städten – wird Barrierefreiheit im Neubau zunehmend mitgedacht. Das ist wichtig, löst aber das Kernproblem nicht: Die Stadt von 2040 steht heute schon. Der überwiegende Teil des Wohnungsbestands ist nicht barrierefrei nutzbar, während der Anteil älterer und behinderter Menschen deutlich wächst.
Im Forum wurde mehrfach betont, dass Zielkonflikte real sind: Kosten, Denkmalschutz, Brandschutz, Flächenknappheit. Diese Spannungen sind unbestritten. Problematisch wird es jedoch, wenn Barrierefreiheit dadurch systematisch relativiert wird – etwa als „optional“, „später lösbar“ oder nur als Einzelfallreaktion. Evidenz aus Forschung und Praxis zeigt: Reaktive Umbauten sind teurer, langsamer und sozial belastender als vorausschauende Planung. Fehlende Barrierefreiheit führt zu Vereinsamung, frühzeitigen Heimunterbringungen und steigenden Kosten für Pflege- und Sozialsysteme. Das ist für den sowieso schon angespannten Haushalt besonders kritisch. Wer hier noch weiter falsch an Barriefreiheit spart, wird die aktuellen Finanzprobleme in die Zukunft verschleppen und dramatisch erhöhen. Das kann sich Mannheim nicht leisten.
Ein weiterer zentraler Punkt der Diskussion war die Rolle von Normen. Die fachlichen Grundlagen der Barrierefreiheit – etwa in der DIN 18040 – sind seit über einem Jahrzehnt weitgehend stabil. Der von einem Architekten geäußerte Eindruck ständiger Änderungen entsteht vor allem durch Verwaltungsvorschriften und Ausnahmen. Daraus abzuleiten, Barrierefreiheit sei „verhandelbar“, ist fachlich nicht haltbar und gefährdet Rechtsklarheit, Planungssicherheit und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
mehr …
Offener Brief: Nein zur Einführung einer Jahreskartengebühr für Menschen mit den Merkzeichen H oder B im Mannheimer Luisenpark
Lieber Herr Schnellbach,
vielen Dank noch einmal für Ihre Teilnahme an unserem Plenum Anfang des Jahres. Vielen Dank auch für Ihre Unterstützung bei der Lösung mit dem Ausgang für Rollstuhlfahrer*innen. Wir haben jetzt festgestellt, dass Rollstuhlfahrer*innen neuerdings mit einem Euro WC Schlüssel nach 19:00 Uhr den Park durch Öffnung der Türen von innen verlassen können.
Leider können wir uns darüber nicht richtig freuen, denn mit der Erledigung dieses alten Problems hat die Parkleitung leider gleich ein neues geschaffen:
Die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Rhein-Neckar e.V. protestiert entschieden gegen die Einführung der Jahreskartengebühr für Menschen mit den Merkzeichen H oder B. Diese Maßnahme stellt aus unserer Sicht einen erheblichen Rückschritt für die Inklusion und soziale Teilhabe in Mannheim dar.
Die Gebührenerhebung riskiert:
1.Räumliche Exklusion: Für viele Menschen mit Behinderung, insbesondere für einkommensschwache Haushalte, bedeuten die zusätzlichen Kosten eine reale Hürde. Weniger Parkbesuche sind die Folge, wodurch wichtige Möglichkeiten zur Naherholung, Begegnung und gesellschaftlichen Teilhabe verloren gehen.
mehr …
AGB auf der 1. Mai-Veranstaltung des DGB
Auch in diesem Jahr waren wir wieder mit einem Stand auf der 1.Mai-Veranstaltung des DGB, die diesmal auffallend gut besucht war. Wir waren selbst erstaunt, wie schnell wir Unterschriften für unser Anliegen für barrierefreie Toiletten zusammen hatten. Das ist richtig gut gelaufen!
Wer online unterschreiben will, findet die Seiten im Beitrag unter diesem.